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Antifeminismus – In der Mitte der Gesellschaft angekommen

Landkreis GöttingenVeranstaltung der Gleichstellungsstelle des Landkreises Göttingen

Juliane Lang, M.A. Geschlechter- und Erziehungswissenschaft und Mitglied des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus

Dienstag, 30. Mai 2017 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Kreishaus Göttingen, Reinhäuser Landstraße 4, 37083 Göttingen

Von den „Besorgten Eltern“ bis zu Pegida, von NPD bis AfD, von FAZ bis zur Süddeutschen Zeitung – überall beschwören Protagonist*innen die Gespenster einer „Genderisierung“ der Gesellschaft, eine „Verschwulung“ einst wehrhaft-männlicher Kämpfer und nicht zuletzt die „Frühsexualisierung“ ganzer Generationen von Kindern.

Was die einzelnen Akteur*innen verbindet ist ein ausgeprägter Antifeminismus, der sich in allen Teilen der Gesellschaft wiederfindet. Sie verfolgen das Ziel der Verteidigung einer traditionalistischen Ordnung der Geschlechter und intervenieren öffentlichkeitswirksam in Debatten um die Vielfalt geschlechtlicher, sexueller und familiärer Lebensweisen.

Juliane Lang, Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus und ausgewiesene Expertin in diesem Themenfeld, spricht über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Strategien der verschiedenen Akteur*innen.

Der Vortrag gibt einen systematischen Überblick über unterschiedliche Strömungen im organisierten Antifeminismus und diskutiert dessen Tragweite. Anhand konkreter Beispiele werden Strategien und Denkmuster antifeministischer Geschlechter- und Familienpolitik erläutert. Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich aus Anlass des Internationalen Frauentages über gemeinsame Gegenstrategien auszutauschen.

Anmeldungen erwünscht unter kruse@landkreisgoettingen.de

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Broschüre zum Umgang mit rechtsextremen Bedrohungen

Was tun, wenn Rechtsextreme engagierte Menschen beschimpfen und bedrohen? Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin hat eine aktuelle Broschüre zu dem Thema herausgegeben. Die Lektüre ist durchaus empfehlenswert für alle, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.Die Br

Die Broschüre kann hier direkt von der Seite der MBR Berlin heruntergeladen werden:

http://www.mbr-berlin.de/wp-content/uploads/2017/03/mbr_broschuere_wachsamsein_Web_klein.pdf

Informationsveranstaltung Duderstadt

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

„Anti-Asylproteste und die Strategie der extremen Rechten“

14.12.2015 / 19:00 Uhr

Haus St. Georg Zentrum für Kirchenentwicklung Kardinal-Kopp-Str. 31 / 37115 Duderstadt

Die steigende Zahl asylsuchender Menschen in Deutschland ist mittlerweile zu einem beherrschenden Thema in den Medien geworden. Die Töne in der politischen Auseinandersetzung haben sich verschärft – selbst ein einfacher Satz wie „Wir schaffen das“, führte teils zu heftigem Widerspruch.

Während sich in der Bevölkerung zahlreiche engagierte Einzelpersonen, Initiativen und Gruppen praktisch für Geflüchtete einsetzen, treten auch ablehnende Haltungen bis hin zu rassistischen Vorurteilen immer offener zu Tage. Sogenannte Anti-Asylproteste wie in Dresden oder Erfurt, Hetze und Gewalt haben stark zugenommen. Allein im Jahr 2015 gab es bereits weit über 600 rechte Straftaten im Zusammenhang mit Asylunterkünften, darunter mehr als 100 Gewalttaten und Brandstiftungen.

Für die extreme Rechte ist das Thema Asyl zum Hauptbetätigungsfeld geworden. Doch mit welcher Strategie will sie in der „Mitte der Gesellschaft“ punkten? Was sind ihre Anknüpfungspunkte? Wie versuchen die Akteure Protest zu mobilisieren? Und ist die Situation gar mit den 1990er Jahren vergleichbar?

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen möchten wir mit Felix M. Steiner über die aktuelle Stimmungslage und die zunehmende rassistische Gewalt in Deutschland sprechen. Felix M. Steiner ist Fachjournalist im Bereich extreme Rechte, gehört unter anderem zur Redaktion des Blogs Publikative.org und schreibt für Zeit-Online und andere Medien. Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.