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Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen (Altkreis Göttingen) startet in die neue Förderperiode 2020-2024

Projektanträge ab sofort möglich

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen hat sich in der ersten Förderperiode von 2015 bis 2019 als wichtiger Förderer von demokratischen Kleinstprojekten etabliert und im Landkreis die Vernetzung demokratischer Vereine, Institutionen, Politik und Verwaltung befördert. Diese Arbeit soll in der zweiten Förderperiode von 2020 bis 2024 intensiviert und ausgebaut werden. Neue Projekte für das Jahr 2020 können ab sofort im Rahmen der Richtlinie der Partnerschaften gefördert werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert die Partnerschaft im Landkreis Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Die Partnerschaft verfügt über zwei Fonds, aus denen Mittel beantragt werden können. Für das Jahr 2020 stehen 45.000 Euro im Aktions- und Initiativfond und 10.000 Euro im Jugendfond für Projekte der Demokratieförderung bereit.

Der Aktions- und Initiativfonds dient der Projektförderung einer breiten Zivilgesellschaft. Das zentrale Gremium für die Vergabe der Projektgelder des Aktions- und Initiativfonds bildet der sogenannte Begleitausschuss, der sich aus Akteuren der Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und des Jugendforums zusammensetzt. Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf der Förderung demokratischer Strukturen und zivilgesellschaftlichen Engagements von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch den Jugendfond können solche Projekte der Beteiligung oder Initiative von Jugendlichen und jungen Heranwachsende (bis einschließlich 27 Jahren) gefördert werden. Die Entscheidung über die Förderung der Projekte durch den Jugendfond treffen die Jugendlichen aus dem Jugendforum.

In der ersten Förderphase von 2015 bis 2019 konnten durch die Partnerschaft über 65 Projekte gefördert werden. Darunter fielen Veranstaltungen wie Workshops und Fachtagungen zu verschiedenen demokratiefördernden Themen, ein Planspiel zum Thema Kommunalpolitik und die Organisation von Bürgerfesten.

Die Ziele der Partnerschaft sind unter anderem: Stärkung einer lebendigen, vielfältigen demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort; Stärkung bestehende Netzwerke und der Jugendforen; Sensibilisierung für menschenverachtende Einstellungen in der Bevölkerung.

Die externen Koordinierungs- und Fachstelle bildet die erste Anlaufstelle bei Problemlagen und Projektideen im Fördergebiet der Partnerschaft. Schon in der ersten Förderperiode etablierte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG als Koordinierungs- und Fachstelle und dem Landkreis Göttingen als federführendes Amt. Durch die Mitglieder der Bildungsgenossenschaft verfügte die Partnerschaft von Beginn an über eine gute Vernetzung im Fördergebiet, was sich auch in den bisherigen Projekten wiederspiegelte. Diese Basis soll auch in Zukunft die Arbeit der Partnerschaft für Demokratie bereichern. Bei Projektideen steht die Koordinierungs- und Fachstelle auch weiterhin mit inhaltlicher und fachlicher Beratung bei der Entwicklung, Beantragung und Umsetzung von Projekten zur Verfügung.

Die Ansprechpersonen:

Landkreis Göttingen

Ansprechpartner in der Kreisverwaltung: Jonas Huwald Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz Telefon 0551 525-9164, E-Mail: huwald@landkreisgoettingen.de


Externe Koordinierungs- und Fachstelle Kooperationspartner Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen: Tobias Schläger Telefon 0551 384210-45 (erreichbar i.d.R. Di-Do, 10:00 bis 16:00 Uhr) E-Mail t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de


Demokratie leben!

Jugendfonds: Aufforderung zur Antragstellung

Im Jugendfonds 2017 plant die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen die Förderung eines Projektes, in dem für die Fördersumme von insgesamt 6000 Euro an insgesamt wenigstens fünf Schulen im Kreisgebiet ein Aktions- und Informationstag zur Landtagswahl im Januar 2018 durchgeführt wird.

Die Antragstellung ist ab sofort möglich. Antragsschluss ist der 15.8. 2017. Über ein Förderung entscheidet das Jugendforum der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen vorausichtlich Ende August.

Antragsberechtigt sind zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Projektverbünde zivilgesellschaftlicher Einrichtungen, die die erforderlichen Kontakte zu Schulen nachweisen.

Detaillierte Informationen zu der Fördermöglichkeit sowie die Förderbedingungen finden sie hier: http://partnerschaft-fuer-demokratie-goettingen.de/jugendfonds/jugendfonds-2017/

Neuer Termin: Antifeminismus – In der Mitte der Gesellschaft angekommen

Landkreis GöttingenVeranstaltung der Gleichstellungsstelle des Landkreises Göttingen

Juliane Lang, M.A. Geschlechter- und Erziehungswissenschaft und Mitglied des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus

Dienstag, 30. Mai 2017 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Kreishaus Göttingen, Reinhäuser Landstraße 4, 37083 Göttingen

Von den „Besorgten Eltern“ bis zu Pegida, von NPD bis AfD, von FAZ bis zur Süddeutschen Zeitung – überall beschwören Protagonist*innen die Gespenster einer „Genderisierung“ der Gesellschaft, eine „Verschwulung“ einst wehrhaft-männlicher Kämpfer und nicht zuletzt die „Frühsexualisierung“ ganzer Generationen von Kindern.

Was die einzelnen Akteur*innen verbindet ist ein ausgeprägter Antifeminismus, der sich in allen Teilen der Gesellschaft wiederfindet. Sie verfolgen das Ziel der Verteidigung einer traditionalistischen Ordnung der Geschlechter und intervenieren öffentlichkeitswirksam in Debatten um die Vielfalt geschlechtlicher, sexueller und familiärer Lebensweisen.

Juliane Lang, Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus und ausgewiesene Expertin in diesem Themenfeld, spricht über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Strategien der verschiedenen Akteur*innen.

Der Vortrag gibt einen systematischen Überblick über unterschiedliche Strömungen im organisierten Antifeminismus und diskutiert dessen Tragweite. Anhand konkreter Beispiele werden Strategien und Denkmuster antifeministischer Geschlechter- und Familienpolitik erläutert. Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich aus Anlass des Internationalen Frauentages über gemeinsame Gegenstrategien auszutauschen.

Anmeldungen erwünscht unter kruse@landkreisgoettingen.de

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.