Demokratiekonferenz 2021

Gleichberechtigung ist unverhandelbar

Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen setzt ein Zeichen für Gleichberechtigung

In der letzten Woche veranstaltete die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen ihre Demokratiekonferenz zum Thema „Demokratie (heißt) braucht Gleichberechtigung“. Bei der Veranstaltung, die zusammen mit der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. und der Gleichstellungsstelle im Landkreis Göttingen organisiert wurde, zeigte sich deutlich, dass bis jetzt weder in der Politik noch in der Gesellschaft die Gleichberechtigung von Frauen erreicht wurde. Schon im Eingangsvortrag von Dr. Dorothee Beck wurde die Notwendigkeit des im Grundgesetz festgelegten Gleichberechtigungsgebotes hervorgehoben. Zusammen mit Cécile Weidhofer und Dr. Andrea Jochmann-Döll wurde die Problematik in drei Workshops zu den Themen „Entgeltgleichheit und Corona – Was ist zu tun?“, „Frauen in den Parlamenten – ein langer Weg zur Parität“ sowie zu „Antifeminismus und Anfeindungen von Politikerinnen“ mit den Teilnehmenden thematisiert, diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht. In den Diskussionen wurde deutlich, dass Frauen sowohl in den Parlamenten als auch den politischen Parteien unterrepräsentiert sind. Auf kommunaler Ebene ist dies besonders oft der Fall. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Frauen, die politisch aktiv sind, häufiger Opfer von Diskriminierung und Anfeindungen werden. „Die Diskussionen und Workshops im Rahmen der diesjährigen Demokratiekonferenz zeigen aber auch, dass sich das Thema Gleichberechtigung natürlich nicht nur auf die politische Sphäre beschränkt. Vielmehr ist es ein gesamtgesellschaftliches Thema. Beispielhaft wird dies unter anderem an der ungleichen Bezahlung von Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen immer wieder greifbar,“ betonte Tobias Schläger von der externen Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, welche bei der gemeinnützigen Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG liegt. 

„Neben der Thematisierung der immer noch bestehenden Ungleichberechtigung sind die Schaffung von Regularien wichtig, um eine Änderung der gegebenen Situation herbeizuführen“, hebt Tobias Schläger vor. Immer wieder sei bei der Konferenz die Schaffung von Quoten sowohl in der Politik als auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen als wichtiges Mittel genannt worden. „Eine Quote allein ist aber nicht die Lösung. Wichtig ist weiterhin auch die Vernetzung der Akteurinnen“, so Herr Schläger weiter. Hierfür will sich die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen auch in den kommenden Jahren einsetzen. Sie bietet gemeinnützigen Vereinen an, mit ihnen Ideen und finanzielle Unterstützung für gemeinsame Projekte zur Stärkung dieses wichtigen gesellschaftlichen Themas auf den Weg zu bringen. Sehr gern können sich Engagierte aus dem Landkreis hierfür bei Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie (0551/384210-45/ t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de) melden.

Projektaufruf: Demokratieförderung im Wahljahr

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen unterstützt mit ihrer Arbeit die Demokratie im ländlichen Raum. Sie ruft daher gemeinnützige Vereine und Initiativen im Fördergebiet auf, sich mit den anstehenden Kommunal- und Bundestagswahlen auseinanderzusetzen.

„Das Recht zu wählen ist eines der wichtigsten Elemente unserer Demokratie. Auf diese Weise können alle Bürger*innen direkten Einfluss auf die demokratischen Prozesse in unserer Gesellschaft ausüben“, erklärt Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle, die für den Landkreis Göttingen die gemeinnützige Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG ausübt.

Ab sofort werden daher speziell Projekte gefördert, die sich auf kreative Weise mit dem Thema Wahlen und demokratische Mitbestimmung im Fördergebiet beschäftigen. Förderfähig sind unter anderem Kleinstprojekte bis zu 500 Euro. Darüber hinaus ist auch die Beantragung von Maßnahmen mit größerem Finanzierungsvolumen möglich. Die Projekte können sich sowohl an spezifische Zielgruppen (bspw. Jugendliche, Vereinsmitglieder), als auch an eine breite zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit richten.

„Wir erhoffen uns durch die Projekte zu den diesjährigen Wahlen weitere Impulse für ein demokratisches Miteinander vor Ort zu setzen und Menschen die Möglichkeit zu bieten, aktiv eigene Ideen einzubringen“, betont Tobias Schläger weiter. Er unterstützt antragsstellende Vereine von der Entwicklung der Projektidee bis zur Abrechnung. Auch Initiativen, die vor Ort etwas gestalten wollen, aber noch keine ausgearbeitete Idee haben, können sich bei der Partnerschaft für Demokratie melden.

Die Ansprechpersonen:

Externe Koordinierungs- und Fachstelle Kooperationspartner Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG: Tobias Schläger, Telefon 0551 384210-45, E-Mail t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de

Ansprechpartner in der Kreisverwaltung: Jonas Huwald, Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz, Telefon 0551 525-9164, E-Mail: huwald@landkreisgoettingen.de

Projektaufruf: Demokratieförderung trotzt der Pandemie

Auch im Jahr 2021 fördert die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen interessante Projekte zur Förderung von Demokratie, Toleranz und vielfältigem Miteinander sowie gegen jegliche Form der Menschenfeindlichkeit.

Die ehrenamtliche Arbeit und die Planung von Projekten sind seit dem Beginn der Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Besonders neue Themenbereiche wie Fake News und Verschwörungsmythen haben durch die Coronapandemie in den letzten Monaten an Dynamik gewonnen. „Gerade vor diesem Hintergrund stellt das Eintreten und Engagement für unsere auf Vielfalt basierende Demokratie durch eine lebendige Zivilgesellschaft auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt der Arbeit der Partnerschaft für Demokratie dar“, betonte Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle, die für den Landkreis Göttingen bei der gemeinnützigen Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG angesiedelt ist.

Aus diesem Grund ruft die Partnerschaft für Demokratie gemeinnützige Vereine dazu auf Projekte zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu beantragen. „Auch in Zeiten der Pandemie können kreative Projekte, zum Beispiel im digitalen Raum, gefördert werden. So kann einerseits die Demokratie vor Ort gefördert, als auch die Aktivitäten von lokalen Vereinen und Initiativen gestärkt werden“, so Tobias Schläger. Er betont, dass die Koordinierungs- und Fachstelle interessierten Vereinen bei der Beantragung beratend und unterstützend zur Verfügung steht. Gemeinsam mit der Stelle können Ideen zu Projekten entwickelt werden. Die Projekte können sich sowohl an spezifische Zielgruppen (bspw. Jugendliche, Vereinsmitglieder), als auch an eine breite zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit richten.

Die Ansprechpersonen:

Fördergebiet der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen

Externe Koordinierungs- und Fachstelle Kooperationspartner Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS): Tobias Schläger Telefon 0551 384210-45, E-Mail: t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de

Ansprechpartner in der Kreisverwaltung: Jonas Huwald, Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz Telefon 0551 525-9164, E-Mail: huwald@landkreisgoettingen.de

„Demokratische Jugendbeteiligung – Gelingensfaktoren und Formate“

Digitale Demokratiekonferenz 2020

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, die durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert wird, thematisierte in ihrer diesjähringen Demokratiekonferenz „Demokratische Jugendbeteiligung“. Zusammen mit Aktiven der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Jugendarbeit, Lehrer*innen und Vertreter*innen aus der Politik wurden Faktoren des Gelingens sowie konkrete Formaten der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum vorgestellt und erörtert. Auf Grund der Corona-Pandemie fand die diesjährige Demokratiekonferenz erstmals digital statt.

Für die Demokratiekonferenz konnte mit Udo Wenzl ein ausgewiesener Experte für das Thema demokratische Jugendbeteiligung gewonnen werden. Er verfügt über jahrelange praktische und methodische Erfahrungen im Themenfeld und kennt sich als gelernter Sozialpädagoge und freiberuflicher Kommunalberater für Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteiligung bestens mit den Herausforderungen und Chancen solcher Formate in ländlich geprägten Regionen aus. So betonte Udo Wenzl in seinem Vortrag, dass es in der Gemeinde eine Kultur benötige, in der Kinder und Jugendliche gefragt und gebraucht werden. Die Kommune müsse einen Erfahrungsraum der Teilhabe schaffen und den Jugendlichen das Gefühl geben, ernstgenommen zu werden. In seinem Vortrag machte der Referent deutlich, dass positive Partizipationserfahrungen von jungen Menschen auch dazu beitragen können, dass die Attraktivität des Lebens in den ländlich geprägten Gemeinden gefördert und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird.

Als Kriterien einer gelingenden Jugendbeteiligung wurden u.a. personelle und finanzielle Ressourcen sowie die politische Unterstützung hervorgehoben. Neben diesen wichtigen Punkten sei aber auch die Sichtweise der Kinder und Jugendlichen wesentlich. Diese müssen durch konkrete Formate positive Partizipationserlebnisse sammeln und sich im Prozess der Beteiligung auch ernstgenommen fühlen. Ein wichtiger Faktor für Beteiligungsformate sieht der Referent in der Verflechtung von Kommunen und Schulen, weil auf diese Weise auch eine integrative Arbeit von eher beteiligungsfernen Kindern und Jugendlichen erreicht werden können. Zum Schluss seines Vortrages stellte Herr Wenzl konkrete praktische Methoden, wie bspw. das Konzept des „8ter-Rates“ vor, mit denen Jugendbeteiligung vor Ort in der Kommune gelebt werden kann.

Den Abschluss der Demokratiekonferenz bildete eine Diskussionsrunde während der die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten weiterführende Fragen mit dem Referenten zu erörtern.

Insgesamt fiel das Fazit über die Veranstaltung positiv aus. Die erstmalige Umsetzung einer digitalen Variante der Demokratiekonferenz wurde von den Teilnehmenden als erfolgreich bewertet. Gleichzeitig konnten neue Impulse für die demokratische Beteiligung junger Menschen gewonnen werden, welche im kommenden Jahr durch die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen aufgegriffen und in Form von kreativen Projektvorhaben weitergeführt werden sollen.

Einladung zur Digitalen Demokratiekonferenz 2020: Demokratische Jugendbeteiligung im Ländlichen Raum – Formate und Gelingensfaktoren

Gerade in Zeiten des Rückgangs sozialer Kontakte darf die Teilhabe an demokratischer Beteiligung nicht zurückstehen. Daher wird die Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen einen besonderen Blick auf die demokratische Beteiligung von Jugendlichen im ländlichen Raum richten. Gemeinsam mit Udo Wenzl (Kommunalberater für Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteiligung) wird den Fragen nachgegangen, welche innovative Formen von Jugendbeteiligung im ländlichen Raum es gibt und welche Faktoren für deren Umsetzung für ein erfolgreiches Gelingen vor Ort notwendig sind. Das Ziel der Demokratiekonferenz ist es, weitere Möglichkeiten der Jugendbeteiligung kennenzulernen und Impulse für neue, aber auch bewährte Methoden und Projekte der politischen Bildung von Jugendlichen zu setzen.

Die Veranstaltung richtet sich an Vereine im Bereich der Jugendarbeit, Lehrer*innen, die offene Jugendarbeit und Vertreter*innen aus der Politik, sowie auch an zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 01. November 2020 möglich.

Datum und Ort:

05.11.2020, 15.00-18.00, im digitalen Raum (bis zum 03.11.2020 werden Sie eine Teilnahme Bestätigung mit den notwendigen Anmeldeinformationen erhalten, um an der Demokratiekonferenz teilzunehmen.)

Inhalt der Veranstaltung:

15.00 Uhr: Beginn der Veranstaltung und Begrüßung

Vortrag zum Thema Jugendbeteiligung im ländlichen Raum von Udo Wenzl

Der Referent verfügt über eine jahrzehntelange Expertise im Bereich der Jugendbeteiligung in ländlich geprägten Regionen des Bundesgebietes. Er berichtet über seine Arbeit, neue Impulse und Formate für die Jugendarbeit sowie Faktoren einer gelingenden Jugendbeteiligung im ländlichen Raum.

Digitale Diskussionsrunde mit dem Referenten

Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Diskussionsrunde, bei der Fragen zum Thema der Jugendbeteiligung mit dem Referenten erörtert werden.

Gegen 18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Für weitere Informationen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:

Tobias Schläger
Externe Koordinierungs- und Fachstelle (Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG)
Mail: t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de
Telefon: 0551 384210-45

Autokino „30 Jahre deutsche Einheit“ – Ein Filmwochenende für die ganze Familie

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld lädt vom 9.10. bis 11.10.2020 zum kostenfreien Autokino auf dem Hahletalparkplatz in Gerblingerode ein. An diesem Wochenende werden drei Filme zum Thema Grenze, Flucht, Wendezeit und Auseinandersetzung mit dem SED-Regime auf einer 16:9 Meter Leinwand präsentiert.

Im 30. Jahr der Deutschen Einheit möchten wir einen Beitrag zur Erinnerungskultur im ehemals geteilten Eichsfeld leisten. Die Veranstaltung vereint Unterhaltung und Bildung und bietet gerade für die unterschiedlichen Generationen einen guten Zugang, um miteinander über die jüngste deutsche Geschichte und unser Heute ins Gespräch zu kommen.

Es werden drei Filme gezeigt, die unterschiedliche Perspektiven auf die Teilung Deutschlands und die Nachwendezeit eröffnen. Am 9.10. wird der Film “ Ballon“ um 19:00 Uhr zu sehen sein. Eine spektakuläre und wahre Fluchtgeschichte über die innerdeutsche  Grenze.

Am Samstag, dem 10.10., wird um 19:00 Uhr der Film „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ für Kindern und Familien gezeigt. Die Ereignisse des Jahres 1989 sind hier kindgerecht aufbereitet und bieten die Möglichkeit, mit Kindern ab 6 Jahren über die damaligen Geschehnisse zu reden.

Am Sonntag, dem 11.10., wird ebenfalls um 19:00 Uhr der Film „Gundermann“ auf der Leinwand zu sehen sein. Der Film ist eine Biographie des Liedermachers Gerhard Gundermann, der als Baggerfahrer im Braunkohletagewerk bei Hoyerswerda arbeitete, aber auch für die Staatssicherheit in der DDR tätig war.

Vor und nach den Filmen werden historische Aufnahmen vom Herbst/Winter 1989/90 im Eichsfeld gezeigt, sowie ein gerade prämierter Kurzfilm von Jugendlichen mit dem Titel „Im Schatten der Grenze“, in dem Zeitzeugen aus dem Grenzgebiet zu Wort kommen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Der Einlass beginnt jeweils um 17:30 Uhr.

Die Teilnahme ist nur begrenzt möglich, es bedarf vorab unbedingt einer Anmeldung unter www.toleranz-foerdern-eichsfeld.de

Die Veranstaltung wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld und der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen, im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

Kontakt

Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld

im Auftrag des Landkreis Eichsfeld

Grenzlandmuseum Eichsfeld

Ulrike Fricke, Andrea Heinemann

Duderstädter Straße 7 – 9

37339 Teistungen

Tel.: 036071 900018

Fax: 036071 900019

E-Mail: koordinierungsstelle@toleranz-foerdern-eichsfeld.de

Web: www.toleranz-foerdern-eichsfeld.de

Demokratische Jugendbeteiligung im ländlichen Raum – Formate und Gelingensfaktoren

Die Auswirkung der Corona-Pandemie sind auch an der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen nicht spurlos vorübergegangen. Die Partnerschaft musste sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Aus diesem Grund wird die diesjährige Demokratiekonferenz erstmals im digitalen Raum stattfinden.

Gerade in Zeiten des Rückgangs sozialer Kontakte darf die Teilhabe an demokratischer Beteiligung nicht zurückstehen. Daher wird die Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen einen besonderen Blick auf die demokratische Beteiligung von Jugendlichen im ländlichen Raum richten. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird den Fragen nachgegangen, welche innovativen Formen von Jugendbeteilung es im ländlichen Raum gibt und welche Faktoren für deren Umsetzung notwendig sind.

Titel:     Demokratische Jugendbeteiligung im ländlichen Raum – Formate und Gelingensfaktoren (Demokratiekonferenz 2020)

Wann? Donnerstag, 05. November 2020 von 15.00 – 18.00 Uhr

Wo?      Im digitalen Raum

Die Veranstaltung richtet sich an Vereine im Bereich der Jugendarbeit, Lehrer*innen, die offene Jugendarbeit und Vertreter*innen aus der Politik, sowie auch an zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen.

Nachfragen können an Jonas Huwald (huwald@landkreisgoettingen.de) oder Tobias Schläger (t.schlaeger@bildungsgenosschaft.de) gerichtet werden.

Ausschlussklausel

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Update Projektaufruf – Interview des Stadtradios Göttingen

Im Rahmen des Projektaufrufs führte die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen ein Interview mit dem Stadtradio Göttingen. Im Interview werden die Möglichkeiten und Wege von der Idee bis zur Umsetzung von Projekten angesprochen. Das Interview ist auf der Seite des Stadtradios zu finden:

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen über bisherige Projekte und die Bedeutung von Demokratie

Projektaufruf: Demokratieförderung im digitalen Raum

Presseinformation, 07.05.2020

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen unterstützt mit ihrer Arbeit die Demokratie, fördert die Vielfalt im ländlichen Raum und arbeitet eng mit gemeinnützigen Initiativen im Fördergebiet zusammen.

Die Förderung des demokratischen Miteinanders und das gesamtgesellschaftliche Engagement gegen demokratiefeindliche Aktivitäten stehen in der Corona-Pandemie vor neuen Herausforderungen. Gerade in der aktuellen Situation sind ein Eintreten und ein Engagement für eine demokratische Gesellschaft wichtiger denn je.

Aus diesem Grund ruft die Partnerschaft für Demokratie gemeinnützige Vereine dazu auf, Projekte zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie auch als digitales Vorhaben zu beantragen. Für die Beantragung steht die Koordinierungs- und Fachstelle interessierten Vereinen beratend und unterstützend zur Verfügung.

Förderfähig sind unter anderem Kleinstprojekte bis zu 500 Euro. Darüber hinaus ist auch die Beantragung von Maßnahmen mit größerem Finanzierungsvolumen möglich. Die Projekte können sich sowohl an spezifische Zielgruppen (bspw. Jugendliche, Vereinsmitglieder), als auch an eine breite zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit richten.

„Demokratie kann durch verschiedene Formate gefördert werden und muss nicht immer im analogen Raum stattfinden. Fortbildungen, Qualifizierungen, Ausstellungen, Lesungen und vieles mehr können auch im digitalen Raum realisiert werden“, so Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle, die für den Landkreis Göttingen bei der gemeinnützigen Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG angelegt ist.

Landkreis Göttingen

Die Ansprechpersonen:
Ansprechpartner in der Kreisverwaltung:
Jonas Huwald
Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz
Telefon 0551 525-9164, E-Mail: huwald@landkreisgoettingen.de  

Externe Koordinierungs- und Fachstelle
Kooperationspartner Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG:
Tobias Schläger
Telefon 0551 384210-45, E-Mail: t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de

Falschnachrichten und Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona

Aktuell kursieren, vor allem in den sozialen Netzwerken, eine Vielzahl an Falschmeldungen, Gerüchten und auch Verschwörungstheorien über das Coronavirus. Die Verbreitung dieser falschen Informationen geschieht häufig aus Unwissenheit. Oft wird die derzeitige krisenhafte Situation aber auch ganz bewusst genutzt, um durch Falschmeldungen finanziellen Gewinn zu erzielen oder durch die Verbreitung von Untergangszenarien unsere Demokratie sowie die Strukturen des gesellschaftlichen Miteinanders anzugreifen und zu destabilisieren. Im schlimmsten Fall führt dies zu Hass auf Minderheiten oder gar dem Aufruf zu konkreten Gewalttaten.

Deswegen ist es wichtig Informationen und Meldungen, die über die sozialen Netzwerke oder ähnliche Kanäle verbreitet werden, nicht unhinterfragt weiterzuverbreiten. Unterschiedliche zivilgesellschaftliche Initiativen aber auch viele Qualitätsmedien bieten online Informationsportale und Faktenchecks an, über die man sich über aktuelle Falschmeldungen und Verschwörungstheorien sowie deren Verbreitungswege informieren kann. Diese Faktenchecks stützen sich auf seriöse Quellen und/oder sind durch wissenschaftliche Erkenntnisse abgesichert

Informationsseiten über Verschwörungstheorien und Falschmeldungen über das Coronavirus:

Mimikama – Verein zur Aufklärung über Falschmeldungen und Internetbetrug:

Mimikama

Correctiv – Journalistisches Recherchenetzwerk zum Thema Falschmeldungen:

Correctiv

Übersicht über falsche oder irreführende Meldungen über das Coronavirus:

NDR, Tagesspiegel, Schwäbische Zeitung, SWR3

Unser Appell: Erst denken, dann klicken!

Hinterfragen Sie Nachrichten, die Sie über soziale Medien wie Facebook oder Messenger-Dienste, wie beispielsweise WhatsApp, erreichen. Prüfen Sie Aussagen und Informationen zunächst auf Ihren Wahrheitsgehalt, bevor Sie diese in ihrem Familien- und Bekanntenkreis teilen. Nutzen Sie die genannten Informationsportale, um sich über die Hintergründe und den Wahrheitsgehalt solcher Meldungen zu informieren.

Alle Details zum Coronavirus und zur Lage in Stadt und Landkreis Göttingen gibt es im Liveticker. Antworten auf allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus erhalten Sie außerdem beim hierfür eingerichteten Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Göttingen. Es ist von Montag bis Sonntag täglich von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 0551/7075100 erreichbar.

Ihre Teams der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen und der Partnerschaft für Demokratie am Harz.