Archiv der Kategorie: Meldungen

Sammelkategorie für alle aktuellen Meldungen.

Falschnachrichten und Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona

Aktuell kursieren, vor allem in den sozialen Netzwerken, eine Vielzahl an Falschmeldungen, Gerüchten und auch Verschwörungstheorien über das Coronavirus. Die Verbreitung dieser falschen Informationen geschieht häufig aus Unwissenheit. Oft wird die derzeitige krisenhafte Situation aber auch ganz bewusst genutzt, um durch Falschmeldungen finanziellen Gewinn zu erzielen oder durch die Verbreitung von Untergangszenarien unsere Demokratie sowie die Strukturen des gesellschaftlichen Miteinanders anzugreifen und zu destabilisieren. Im schlimmsten Fall führt dies zu Hass auf Minderheiten oder gar dem Aufruf zu konkreten Gewalttaten.

Deswegen ist es wichtig Informationen und Meldungen, die über die sozialen Netzwerke oder ähnliche Kanäle verbreitet werden, nicht unhinterfragt weiterzuverbreiten. Unterschiedliche zivilgesellschaftliche Initiativen aber auch viele Qualitätsmedien bieten online Informationsportale und Faktenchecks an, über die man sich über aktuelle Falschmeldungen und Verschwörungstheorien sowie deren Verbreitungswege informieren kann. Diese Faktenchecks stützen sich auf seriöse Quellen und/oder sind durch wissenschaftliche Erkenntnisse abgesichert

Informationsseiten über Verschwörungstheorien und Falschmeldungen über das Coronavirus:

Mimikama – Verein zur Aufklärung über Falschmeldungen und Internetbetrug:

Mimikama

Correctiv – Journalistisches Recherchenetzwerk zum Thema Falschmeldungen:

Correctiv

Übersicht über falsche oder irreführende Meldungen über das Coronavirus:

NDR, Tagesspiegel, Schwäbische Zeitung, SWR3

Unser Appell: Erst denken, dann klicken!

Hinterfragen Sie Nachrichten, die Sie über soziale Medien wie Facebook oder Messenger-Dienste, wie beispielsweise WhatsApp, erreichen. Prüfen Sie Aussagen und Informationen zunächst auf Ihren Wahrheitsgehalt, bevor Sie diese in ihrem Familien- und Bekanntenkreis teilen. Nutzen Sie die genannten Informationsportale, um sich über die Hintergründe und den Wahrheitsgehalt solcher Meldungen zu informieren.

Alle Details zum Coronavirus und zur Lage in Stadt und Landkreis Göttingen gibt es im Liveticker. Antworten auf allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus erhalten Sie außerdem beim hierfür eingerichteten Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Göttingen. Es ist von Montag bis Sonntag täglich von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 0551/7075100 erreichbar.

Ihre Teams der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen und der Partnerschaft für Demokratie am Harz.

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen (Altkreis Göttingen) startet in die neue Förderperiode 2020-2024

Projektanträge ab sofort möglich

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen hat sich in der ersten Förderperiode von 2015 bis 2019 als wichtiger Förderer von demokratischen Kleinstprojekten etabliert und im Landkreis die Vernetzung demokratischer Vereine, Institutionen, Politik und Verwaltung befördert. Diese Arbeit soll in der zweiten Förderperiode von 2020 bis 2024 intensiviert und ausgebaut werden. Neue Projekte für das Jahr 2020 können ab sofort im Rahmen der Richtlinie der Partnerschaften gefördert werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert die Partnerschaft im Landkreis Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Die Partnerschaft verfügt über zwei Fonds, aus denen Mittel beantragt werden können. Für das Jahr 2020 stehen 45.000 Euro im Aktions- und Initiativfond und 10.000 Euro im Jugendfond für Projekte der Demokratieförderung bereit.

Der Aktions- und Initiativfonds dient der Projektförderung einer breiten Zivilgesellschaft. Das zentrale Gremium für die Vergabe der Projektgelder des Aktions- und Initiativfonds bildet der sogenannte Begleitausschuss, der sich aus Akteuren der Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und des Jugendforums zusammensetzt. Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf der Förderung demokratischer Strukturen und zivilgesellschaftlichen Engagements von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch den Jugendfond können solche Projekte der Beteiligung oder Initiative von Jugendlichen und jungen Heranwachsende (bis einschließlich 27 Jahren) gefördert werden. Die Entscheidung über die Förderung der Projekte durch den Jugendfond treffen die Jugendlichen aus dem Jugendforum.

In der ersten Förderphase von 2015 bis 2019 konnten durch die Partnerschaft über 65 Projekte gefördert werden. Darunter fielen Veranstaltungen wie Workshops und Fachtagungen zu verschiedenen demokratiefördernden Themen, ein Planspiel zum Thema Kommunalpolitik und die Organisation von Bürgerfesten.

Die Ziele der Partnerschaft sind unter anderem: Stärkung einer lebendigen, vielfältigen demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort; Stärkung bestehende Netzwerke und der Jugendforen; Sensibilisierung für menschenverachtende Einstellungen in der Bevölkerung.

Die externen Koordinierungs- und Fachstelle bildet die erste Anlaufstelle bei Problemlagen und Projektideen im Fördergebiet der Partnerschaft. Schon in der ersten Förderperiode etablierte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG als Koordinierungs- und Fachstelle und dem Landkreis Göttingen als federführendes Amt. Durch die Mitglieder der Bildungsgenossenschaft verfügte die Partnerschaft von Beginn an über eine gute Vernetzung im Fördergebiet, was sich auch in den bisherigen Projekten wiederspiegelte. Diese Basis soll auch in Zukunft die Arbeit der Partnerschaft für Demokratie bereichern. Bei Projektideen steht die Koordinierungs- und Fachstelle auch weiterhin mit inhaltlicher und fachlicher Beratung bei der Entwicklung, Beantragung und Umsetzung von Projekten zur Verfügung.

Die Ansprechpersonen:

Landkreis Göttingen

Ansprechpartner in der Kreisverwaltung: Jonas Huwald Stelle zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz Telefon 0551 525-9164, E-Mail: huwald@landkreisgoettingen.de


Externe Koordinierungs- und Fachstelle Kooperationspartner Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen: Tobias Schläger Telefon 0551 384210-45 (erreichbar i.d.R. Di-Do, 10:00 bis 16:00 Uhr) E-Mail t.schlaeger@bildungsgenossenschaft.de


Demokratie leben!

Demokratie schafft Zukunft – Fünfte Demokratiekonferenz im Landkreis Göttingen

Unter der Überschrift „Demokratie schafft Zukunft“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik, um über die Weiterentwicklung der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen ab 2020 zu diskutieren. Hierbei wurden neue Projektideen entwickelt sowie eine engere Verflechtung mit anderen Akteuren erreicht.

Der Ort für diese 5. Demokratiekonferenz war am am 27. September 2019 die Jugendherberge Göttingen.

Die Partnerschaft für Demokratie, gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, startet 2020 in ihre zweite fünfjährige Förderperiode. Regional setzt sich die Partnerschaft dafür ein, Strukturen gegen extreme Rechte, Gewalt und menschenverachtende Einstellungen zu stärken, zivilgesellschaftliche Prozesse im ländlichen Raum weiterzuentwickeln sowie die demokratische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Begrüßt wurden die rund 50 Teilnehmenden von dem Sozialdezernenten des Landkreises Göttingen Marcel Riethig. Er unterstrich die Wichtigkeit der Partnerschaft für Förderung der Demokratie und begrüßte die Etablierung dieses wichtigen Projektes über 2020 hinaus. „Demokratie ist kein Selbstläufer. Die Projekte der Partnerschaft tragen dazu bei, sie mit Leben zu füllen“, hob Herr Riethig hervor.

Nach einem kurzen Rückblick auf die derzeitige Förderperiode stand die Vernetzung der Teilnehmenden im Fokus. Neben einer Vernetzungsrunde, in welcher sie sich mit verschiedenen Netzwerkpartnerinnen aus unterschiedlichen Teilen des Fördergebietes austauschten, bildete die Entwicklung zukünftiger Projekte das zentrale Anliegen der diesjährigen Demokratiekonferenz. Die Grundlage der Planungsarbeit bildeten mit der Demokratieförderung im ländlichen Raum, der Extremismusprävention und der Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen drei Ziele, die im Antrag für die neue Förderperiode schon grob benannt sind.

Mit Hilfe der Methode des Walk-Around wurden die Ziele für Aktivitäten sowie Projektideen mit möglichen Ansprechpersonen zur Projektumsetzung durch die Teilnehmenden konkretisiert. „Der Austausch und die Projektplanung mit unseren Netzwerkpartner*innen ist unerlässlich, um auch in der kommenden Förderperiode kreative und innovative Projekte zu realisieren sowie die Zielsetzungen der Partnerschaft im gesamten Fördergebiet voranzutreiben“, betonte Tobias Schläger von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein „Netzwerklunch“, bei dem die neugewonnenen Kontakte intensiviert und die entwickelten Projektideen vertieft werden konnten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 5. Demokratiekonferenz zogen nach der Veranstaltung eine positive Bilanz. Gelobt wurde die Möglichkeit, sich im Rahmen einer solchen Veranstaltung intensiver mit Projektideen auseinanderzusetzen. Auf diese Weise konnte schon im Vorfeld ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung der Partnerschaft geleistet werden.